04. Juni 2010
Dorothea Schäfer / Thomas Günther:
Tag des rheinland-pfälzischen Unterrichtsausfalls am 8. Juni
Die CDU Rheinland-Pfalz hat den 8. Juni zum „Tag des rheinland-pfälzischen Unterrichtsausfalls“ ernannt. Aufgrund der hohen Anzahl ausgefallener Stunden endet rein rechnerisch an diesem Tag das Schuljahr 2009/2010. „Ganze 18 Tage Unterricht fehlen unseren Schülerinnen und Schülern in Rheinland-Pfalz pro Jahr! Das sind dreieinhalb Wochen und hochgerechnet ein Jahr Unterricht am Ende der Schullaufbahn“, beklagen die beiden Landtagsabgeordneten Dorothea Schäfer und Thomas Günther, die sich schon lange mit dem Thema „Unterrichtsausfall“ auseinandersetzen und sich im Landkreis Mainz-Bingen vehement für ein leistungsfähiges und vielfältiges Schulangebot einsetzen.
„Betont werden muss, dass es an allen Schularten im Landkreis Mainz-Bingen keine optimale Unterrichtsversorgung gibt, selbst Grundschulen, die statistisch keinen strukturellen Unterrichtsausfall aufweisen, sind in der Realität davon betroffen. Besonders stark trifft es die Berufsbildenden Schulen: Im Schuljahr 2009 / 2010 gab es in der BBS Bingen einen Stundenausfall von 6,4%, in Ingelheim sogar 11,5%“ führt Dorothea Schäfer aus.
Dabei sehen beide Abgeordnete die Landesregierung in der Pflicht: Immer wieder würde zu recht betont, wie wichtig individuelle Förderung sei, und keiner ohne Abschluss dastehen solle. Die Voraussetzungen dafür müssten mit einer ausreichenden Unterrichtsversorgung geschaffen werden. Sowohl die Schulen als auch die Lehrkräfte leisteten einen enormen Beitrag, aber ohne zusätzliche Lehrerstunden könne der hohe Unterrichtsausfall nicht aufgefangen werden.
Das sieht auch die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner MdB so: „Wichtige Lerninhalte gehen durch den Unterrichtsausfall verloren.Die Landesregierung verspielt leichtfertig Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen. Statt das Problem anzupacken, schönt sie lediglich die Statistik“.
In Rheinland-Pfalz fallen sechs bis elf Prozent der Unterrichtsstunden regelmäßig aus. An manchen Schulen werden bis zu 3,5 Prozent des Unterrichts durch bloße Arbeitsaufträge ‚erteilt‘, bis zu 24 Prozent werden durch das Zusammenlegen von zwei Klassen bestritten.
„Das muss sich ändern, schließlich geht es um die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen! Statt am Nürburgring Millionen zu versenken, muss der Schwerpunkt auf Bildung gelegt werden“, fordert Thomas Günther abschließend.