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6. September 2010

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Dorothea Schäfer / Thomas Günther / Stefan Pohl:

„Hagelschutz darf nicht zu Lasten der Landwirte und Winzer gehen“

 

Die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion und Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Dorothea Schäfer unterstützt zusammen mit ihren Landtags- bzw. Kreistagskollegen Thomas Günther  und Stefan Pohl die Landwirte und Winzer beim Gebrauch von Hagelschutznetzen und wissen dabei die Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes hinter sich.

Die jüngsten Unwetter haben erhebliche Schäden angerichtet. Während im Landkreis der Süden betroffen war, hat Hagelschlag vor allem in der Südpfalz gewütet. Nach ersten Schätzungen erreicht der wirtschaftliche Schaden für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe die Größenordnung von insgesamt 20 bis 30 Millionen Euro. Dies geht aus dem Bericht der Landesregierung des jüngsten landwirtschaftspolitischen Ausschusses hervor.

„Wir haben in weiten Teilen von Mainz-Bingen insgesamt noch einmal Glück gehabt – dieses Mal. Dennoch zeigt die landesweite Schadensumme, zu welchem wirtschaftlichen Ausmaß der Hagelschlag führen kann“, erklären Dorothea Schäfer, Thomas Günther und Stefan Pohl und fordern die Grünen dazu auf, ihre Position hinsichtlich der Hagelschutznetze noch einmal zu überdenken und dabei die wirtschaftliche Situation und Existenz der Landwirte und Weinbauern zu berücksichtigen.

„Dass Hagelschutz im Weinbau und in der Landwirtschaft notwendig ist, sollte niemand anzweifeln. Hagelschutz direkt am Objekt, nämlich durch Hagelschutznetze,  bedeutet für die Winzer und Landwirte in Rheinhessen eine gute Chance, um die Produktion von marktgerechten Produkten zu sichern. Es muss in unserem allgemeinen Interesse liegen, dass eventuelle Hagelschäden nicht zur Vernichtung von landwirtschaftlichen Existenzen führen“, führt Dorothea Schäfer aus. Sie verweist auf eine parlamentarische Anfrage aus dem Jahr 2008, als ein Hagelsturm im Juni große Schäden verursachte. In Rheinhessen waren ca. 150 ha Ackerfläche davon betroffen sowie rund 500 ha Rebflächen, was zu erheblichen Ausfällen der zu erwartenden Erträge geführt hatte.

„Auf Grund der regionalen Wetterextreme werden Schutzanlagen immer wichtiger, damit die Anforderungen erfüllt sowie die kontinuierliche Belieferung der Märkte gesichert werden. Natürlich wissen wir, dass es keinen 100%igen Schutz vor Hagel gibt. Der wird auch nicht durch den Einsatz von Hagelfliegern gewährleistet. Zudem ist dieser recht teuer. Nach Berechnungen der Landesregierung entstehen für ein Flugzeug und ein Jahr Kosten von 146.000 Euro. Dazu muss die Finanzierung aber erst noch gesichert werden“, ergänzt Dorothea Schäfer.

 

 
 

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